Mandanten-Information Corona-Virus (COVID-19)

Sehr geehrte Mandantinnen und Mandanten,

momentan verbreitet sich das Corona-Virus immer schneller in Deutschland und der Welt und hat dabei auch immense Auswirkungen auf die Wirtschaft.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die wichtigsten Ansprechpartner und Informationsquellen für staatliche Unterstützungs- und Fördermaßnahmen zusammenstellen. Diese Aufstellung wird laufend aktualisiert.

Allgemeine Hinweise der Landesregierung

Informationen der Landesregierung sowie Spezielle Informationen für Unternehmer

Hier finden Sie weiterführende Links sowie die Zusammenstellung hilfreicher Telefonnummern.

Kurzarbeitergeld

Für die Gewährung des Kurzarbeitergeldes wurden Erleichterungen beschlossen, welche rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft getreten sind. Konkrete Hinweise hierzu erhalten Sie bei folgenden Anlaufstellen:

Servicehotline für Arbeitgeber: 0800 45555 20

sowie auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit

Sicherstellung der
Finanzierung / Kredite

Für die Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen in NRW verschiedene Förderprogramme zur Verfügung. Allgemeine Informationen hierzu erhalten Sie bei der NRW.BANK unter folgender Hotline: 0211 91741 4800

Viele Fördermöglichkeiten werden zudem über die KfW bereitgestellt. Für Fragen hierzu wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Hausbank, da sämtliche KfW-Kredite nur in Begleitung durch die Hausbank ausgegeben werden.

Steuerliche Erleichterungen

Insgesamt werden von der Finanzverwaltung in NRW folgende Maßnahmen angeboten:

  • Herabsetzung von Vorauszahlungen
  • Steuerstundungen
  • Erstattung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlungen
  • (Rückwirkende) Gewährung von Fristverlängerungen und die Erstattung von Verspätungszuschlägen

Vereinfachte Antragsformulare dazu werden auf der Internetseite der Finanzverwaltung NRW angeboten.

Auch wenn der Finanzverwaltung ein Lastschrifteinzugsmandat erteilt worden ist, können laufende Umsatzsteuervorauszahlungen gestundet werden. Hierzu kann das Lastschrifteinzugsmandat gezielt für einige Zeiträume ausgesetzt werden. Bitte sprechen Sie uns an, wenn wir Ihnen hierbei behilflich sein können.

Entschädigungen für Personalkosten bei Quarantäne

Sollten Arbeitnehmer aufgrund einer angeordneten Quarantänemaßnahme nicht zur Arbeit erscheinen können, können Arbeitgeber eine Entschädigung für den Verdienstausfall beantragen. In NRW sind dafür folgende Stellen zentral zuständig:

LVR Rheinland
LVR Westfalen-Lippe

NRW-Soforthilfe für Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen

Solo-Selbständige und Kleinstunternehmen können von dieser Krise schwer betroffen sein. Um diesen Unternehmen zu helfen, haben Bund und Länder ein Soforthilfeprogramm aufgelegt, das durch die einzelnen Länder umgesetzt wird. In NRW können betroffene Unternehmen ab dem 27. März 2020 einen Antrag auf einen Zuschuss aus dem Soforthilfeprogramm stellen. Je nach Größe des Unternehmens beläuft sich der Zuschuss auf 9.000 € bis 25.000 €.

Informationen zu diesem Programm sowie die einzelnen Antragsvoraussetzungen finden Sie auf dieser Webseite.

Gesetz zur Abmilderung der Covid-19-Folgen

Bundestag und Bundesrat haben am 25. März 2020 ein Gesetz zur Abmilderung der Covid-19-Folgen beschlossen, welches umfangreiche Änderungen für verschiedene Rechtsgebiete vorsieht. Im täglichen Wirtschaftsleben können davon insbesondere zwei Aspekte relevant werden:

  • Sonderregelungen für Gewerbe- und Wohnraummietverhältnisse
    Durch das Gesetz wird das Recht der Vermieter zur Kündigung von Mietverträgen erheblich eingeschränkt. Kommt es zwischen dem 1. April 2020 und dem 30. Juni 2020 aufgrund der Pandemie zu Mietschulden, berechtigen diese den Vermieter nicht zur Kündigung des Mietvertrages. Dass der Mieter aufgrund der Corona-Krise seinen Mietzahlungen nicht nachkommen kann, hat dieser glaubhaft zu machen. Die Zahlungsverpflichtung bleibt natürlich weiterhin bestehen und muss spätestens bis zum 30. Juni 2022 ausgeglichen werden. Bestehen die Mietschulden danach immer noch, kann anschließend wieder gekündigt werden.
  • Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis September 2020
    Ist ein Unternehmen in Folge der Corona-Pandemie zahlungsunfähig bzw. überschuldet, wird die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrages bis zum 30. September 2020 ausgesetzt. Voraussetzung dafür ist, dass das Unternehmen vor Eintritt der Krise (Stichtag: 31. Dezember 2019) zahlungsfähig gewesen ist. Neben der ausgesetzten Insolvenzantragspflicht bietet das Gesetz zudem eine bessere Möglichkeit zur Neuaufnahme von Krediten in der Krise.

Wir haben uns zunächst darauf beschränkt, die Fördermaßnahmen und Ansprechpartner für NRW zusammenzustellen. In den übrigen Bundesländern gibt es zum Großteil ähnliche Hilfsmaßnahmen. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie hierzu Informationen benötigen, diese leiten wir Ihnen dann selbstverständlich gerne zu.

Sofern Sie zu den o.g. Maßnahmen Rückfragen haben oder unsere Unterstützung bei deren Beantragung benötigen, sprechen Sie uns gerne an. Ihre gewohnten Ansprechpartner stehen Ihnen per E-Mail und am Telefon gerne zur Verfügung.